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Neues Kombibad für Marzahn‑Hellersdorf: Baustart ab 2027 geplant

Leonie Falkenberg 775 Wörter
Neues Kombibad für Marzahn‑Hellersdorf: Baustart ab 2027 geplant
Inhaltsverzeichnis

Der Bezirk Marzahn‑Hellersdorf plant ein neues Funktions‑ und Kombibad, das Schul‑ und Vereinssport absichern und Familien Freizeitschwimmen ermöglichen soll. Laut der Mitteilung von Entwicklungsstadt Berlin (16.09.2025) ist der Standort neben dem Jelena‑Šantic‑Friedenspark bestätigt, die Finanzierung über das SIWA‑Sondervermögen vorgesehen und eine Realisierung in zwei Bauphasen geplant.

Standort, Nutzungskonzept und Bauumfang

Der geplante Standort liegt nach Angaben von Entwicklungsstadt Berlin direkt neben dem Jelena‑Šantic‑Friedenspark. Geplant ist eine überdachte Schwimmhalle mit einem 25‑Meter‑Becken (fünf Bahnen) sowie ein separates Lehrschwimmbecken, das vorrangig für Schul‑ und Vereinssport vorgesehen ist. In einem zweiten Bauabschnitt ist ein großzügiger Außenbereich mit Außenbecken für die Sommermonate geplant.

Die Planungen sehen eine klare Trennung der Nutzungen vor: Tagsüber sollen Schul‑ und Vereinseinheiten Priorität haben, außerhalb der Schulzeiten ist öffentlicher Schwimmbetrieb eingeplant. Ziel ist eine ganzjährige, multifunktionale Nutzung, die Bildung, Breiten‑ und Freizeitsport miteinander verbindet. (Quelle: Entwicklungsstadt Berlin, Pressemitteilung 16.09.2025)

Finanzierung und Verwaltung

In der offiziellen Ankündigung wurde genannt, dass das SIWA‑Sondervermögen die Kosten tragen soll. Diese Zusicherung wurde in der Veröffentlichung gemeinsam mit Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic (CDU) und Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) genannt. Genauere Details zur Mittelaufteilung, Zahlungsmodalitäten und zu eventuellen Kofinanzierungen sind in der Pressemitteilung nicht im vollen Umfang dargelegt und sollten bei der zuständigen Verwaltung oder im SIWA‑Dokument geprüft werden. (Quelle: Pressemitteilung des Bezirksamts / Entwicklungsstadt Berlin, 16.09.2025)

Die operative Verwaltung des Bades soll in enger Abstimmung zwischen Bezirksamt und dem Land Berlin erfolgen. Schwerpunkte sind voraussichtlich Betriebsführung, Instandhaltung und nachhaltige Nutzungskonzepte. Die Integration von Schul‑ und Vereinssport in das Betriebsmodell wird als zentrales Ziel genannt.

Zeitplan: Von der Planung zum Bau

Nach den vorliegenden Informationen streben die Projektbeteiligten an, die Planungsarbeiten bis 2026 abzuschließen, damit der Bau 2027 beginnen kann. Die Umsetzung ist in zwei Abschnitte vorgesehen: Erst die überdachte Schwimmhalle mit 25‑Meter‑Becken und Lehrschwimmbecken, danach der Außenbereich mit Freibadanlage. Diese Staffelung soll ermöglichen, Schul‑ und Vereinssport frühzeitig zu sichern und parallel die Planung für Freizeitelemente voranzutreiben. (Quelle: Entwicklungsstadt Berlin, 16.09.2025)

Hinweis: Termin‑ und Finanzangaben beruhen auf der bisher veröffentlichten Mitteilung; konkrete Genehmigungen, Ausschreibungen und Baugenehmigungen können Zeitplan und Umfang noch ändern.

Regionale Kontexte: Vergleichbare Debatten in anderen Städten

Die Berliner Planung ähnelt Debatten in anderen Städten, wo Standortwahl, Naturschutzauflagen, Verkehrsanbindung und Schulzugang eine zentrale Rolle spielen. Am 31.10.2025 diskutierte der Bezirksausschuss Allach‑Untermenzing in München verschiedene Standortalternativen für ein neues Hallen‑ und Freibad — ein Beispiel dafür, wie lokale Rahmenbedingungen die Planung beeinflussen. (Quelle: Sitzungsprotokoll Bezirksausschuss Allach‑Untermenzing, 31.10.2025)

Aus Hamburg‑Eppendorf berichtete die MOPO am 04.05.2026, dass das Holthusenbad wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten und Schadstoffbeseitigung voraussichtlich bis Ende Januar 2027 geschlossen bleibt. Solche Sanierungen zeigen, wie Betriebssicherheit und technische Modernisierung in bestehenden Bädern parallel zu Neubauprojekten angegangen werden müssen. (Quelle: MOPO, 04.05.2026)

Am selben Tag wurden in regionalen Meldungen Pläne aus Wörgl (Österreich) für ein Regionalbad mit Hallen‑ und Freibad, Sauna und Sportflächen genannt; dort spielt ein landesweiter Bädertopf eine wichtige Rolle für die Finanzierung. Diese Beispiele verdeutlichen, dass Förderwege und Zeitpläne regional unterschiedlich sind. (Quelle: lokale Medienberichte, 04.05.2026)

Was bedeutet das für Marzahn‑Hellersdorf?

Für die lokale Öffentlichkeit schafft die Ankündigung zunächst Klarheit über Standort, Finanzierungsrahmen und beabsichtigten Nutzen. Schulen würden kürzere Wege zum Schwimmunterricht bekommen, Vereine bessere Trainingsmöglichkeiten und Familien mehr Freizeitangebote. Offene Fragen bleiben: Wie detailliert ist der Finanzierungsplan nach Abschluss der Planung? Welche Alternativen wurden geprüft? Wie wird die Anwohnerbeteiligung organisiert, und welche Standards für Barrierefreiheit und Energieeffizienz gelten? Laut der Mitteilung sollen Beteiligungs‑ und Planungsprozesse bis 2026 stattfinden. (Quelle: Entwicklungsstadt Berlin, 16.09.2025)

Nächste Schritte und Perspektiven

In den kommenden Monaten stehen der Abschluss der Planungsphase, die Verankerung von Betriebskonzepten sowie die Feinabstimmung mit Schulen, Vereinen und Anwohnern im Fokus. Erst nach Abschluss der Planungen kann die Ausschreibung und der Baubeginn 2027 erfolgen. Die öffentliche Diskussion soll weiterhin Teil des Prozesses bleiben, damit Nutzungszeiten, Trainingsfenster und barrierefreie Zugänge bedarfsgerecht gestaltet werden.

Für Interessierte: Offizielle Mitteilungen des Bezirksamts, Sitzungsprotokolle und die Veröffentlichungen von Entwicklungsstadt Berlin sind die verlässlichsten Quellen für Updates.

Fazit

Die Pläne für ein neues Kombibad in Marzahn‑Hellersdorf sind ein wichtiger Schritt für die lokale Sport‑ und Freizeitinfrastruktur. Die bestätigte Standortwahl neben dem Jelena‑Šantic‑Friedenspark, die avisierten Finanzierungsquellen und der zweistufige Bauansatz signalisieren eine langfristige Perspektive für Schulen, Vereine und Familien. Bis 2026 werden die konkreten Planungsdetails ausgearbeitet; 2027 ist der geplante Baubeginn. Für verbindliche Aussagen zu Kosten, Zeitplan und Betreibermodell sind die offiziellen Dokumente der Verwaltung heranzuziehen. (Quellen: Entwicklungsstadt Berlin, Pressemitteilung 16.09.2025; MOPO 04.05.2026; Sitzungsprotokoll BA Allach‑Untermenzing 31.10.2025)

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